Singapur - Streetfood oder Michelin Sterne? Warum nicht beides - gleichzeitig!
- Rena Filieri
- 11. Juli 2022
- 2 Min. Lesezeit
Zugegebenermaßen waren meine ersten Gedanken zur Frage, wie lang der Singapur-Aufenthalt bei unserem Flug nach Indonesien wohl sein muss, nicht von Wahrzeichen der Stadt, Kunst oder Kultur geprägt sondern vom köstlichen Essen. Als Foodies wie wir es nunmal sind, assoziierten wir bei 'Singapur' sofort einen Schmelztiegel der Kulturen und die Wiege fantastischen Streetfoods. Nach ein Paar YouTube Videos zum Thema Kulinarik in Singapur war es dann klar: drei bis vier Nächte müssen es sein, damit wir alles probieren können. Gesagt, getan, und wir wurden nicht enttäuscht.
Als wir unserem Fahrer am Flughafen unsere Hoteladresse im Zhongshan Park gaben, war seine erste Reaktion 'Oh, das ist eine fantastische Location für tolles Essen' - Musik in meinen Ohren. Hawker centers (ähnlich Markthallen mit zahlreichen Essensständen), Esslokale und Restaurants warteten sprichwörtlich an jeder Straßenecke auf uns. Es war fast schon schade zu realisieren, dass es viel mehr Möglichkeiten zur Erkundung singapurischer Köstlichkeiten gab, als wir Platz im Magen hatten.
Ich stelle euch hier nun drei recht unterschiedliche Empfehlungen vor, wobei ich allerdings von letzterer keine Fotos habe: 1) ein namenloses Esslokal an der Straßenecke: natürlich gibt es hier keinen Tischservice. Man geht vor zum 'Tresen' und bestellt. So zumindest der Plan. Ein kleines Hindernis: der Inhaber spricht kein Wort englisch, nur Mandarin. Kein Problem, ich bestelle, indem ich auf die Gerichte auf der Anzeigetafel deute, die die Speisen in englisch und chinesisch auflistet. Die Brühe sieht aus wie Waschwasser, aber der Geschmack zieht einem die Schuhe aus. So unglaublich schmackhaft und aromatisch, dass ich fast die Hauptspeisen vergessen hätte. Ultimativer Tipp: wo immer ihr die Möglichkeit habt, in Asien Honey Glazed Pork (Schwein in Honigglasur) zu essen, solltet ihr diese beim Schopfe ergreifen. So lecker.
2) DIN TAI FUNG ist eine taiwanesische Restaurantkette (wir waren in der in der Shopping Mall im Marina Bay Sands), die mit einem Michelin Stern ausgezeichnet wurde. Man kann hier keinen Tisch im Voraus reservieren, sondern muss bei Ankunft einen QR Code scannen, die Anzahl der Gäste eingeben, und erhält dann ein ständiges Update, den wievielten Platz in der Schlange man gerade einnimmt. Wir haben die Zwischenzeit genutzt, das Einkaufszentrum zu verlassen und draussen an der Marina Bay zu spazieren. Nach 45 Minuten war unser Tisch frei und wir bekamen die Speisekarte nebst Bestellzettel. Puh, wo soll man da anfangen? Um bloss nichts zu verpassen, haben wir deutlich mehr Gerichte bestellt, als man zu zweit braucht (und aufgegessen :). Alles war unglaublich lecker, aber vor allem die allseits lobgepriesenen Dim Sum (Teigtäschchen gefüllt mit einem Hackbällchen und klarer Brühe) waren zum niederknien.
3) Scissor Cut Curry: 'Scheren geschnittenes Curry - bitte was?' Wir hatten auf YouTube ein Video gesehen, das diese Spezialität erwähnt hatte, und obwohl es eher unappetitlich aussah, konnte ich schon durch den Bildschirm erahnen, wie unglaublich schmackhaft es sein muss. Wir *mussten* es probieren. Leider hatten wir an unserem letzten Tag in Singapur ab Mittags sintflutartigen Regen, so dass wir nicht draussen herumlaufen und nach einem solchen Curry suchen konnten. Stattdessen haben wir kurzerhand beschlossen, uns welches via der Grab App aufs Hotelzimmer bringen zu lassen. Geliefert wurde es in zusammengebundenen Plastiktüten, die jeweils Reis , Fleisch und Soße enthielten (es gibt schon einen Grund, warum ich keine Fotos hiervon gemacht habe). Aber der Geschmack - Oh. Mein. Gott!! Meine Empfehlung: muss man unbedingt probiert haben.



































Kommentare